Doichain im Überblick
Was die Doichain ist, wofür sie gebaut wurde und wie sie technisch einzuordnen ist.
Doichain ist eine öffentliche, zugangsfreie Blockchain aus der Bitcoin-Familie. Sie wurde aus Namecoin abgeleitet, teilt mehr als neunzig Prozent ihres Codes mit Bitcoin Core und wird durch Merged Mining unter der Hashleistung von Bitcoin gesichert. Ihr nativer Coin heißt DOI, die Menge ist auf 21 Millionen begrenzt und entsteht ausschließlich durch Blockbelohnungen. Einen Token-Verkauf hat es nie gegeben.
Die Idee: eine Maschine für nachprüfbare Aussagen
Doichain entstand 2018 aus einem konkreten Problem im E-Mail-Marketing: Wer beweisen muss, dass ein Empfänger in den Empfang eingewilligt hat (das Double-Opt-in, daher der Name), hat dafür nur Datenbankeinträge unter eigener Kontrolle. Ein neutrales, fälschungssicheres und datenschutzfreundliches Register gab es nicht.
Daraus wurde ein allgemeines Prinzip. Eine Einwilligung, ein Dokument, ein Herkunftszertifikat oder ein Messwert wird gehasht. Der Hash wird zusammen mit einer Signatur in die Kette geschrieben. Von diesem Moment an kann jeder prüfen, dass die Aussage zu einem bestimmten Zeitpunkt existierte und von einem bestimmten Schlüssel stammt, ohne den Inhalt zu erfahren. Das Projekt nennt das eine „Wahrheitsmaschine“: Ihr Wert liegt in dem, was sie beweisen kann, nicht in dem, was sie bezahlen kann.
Technische Einordnung
| Eigenschaft | Doichain |
|---|---|
| Familie | Bitcoin, abgeleitet von Namecoin |
| Referenzclient | Doichain Core 31 (aktuell v31.1.6), Basis Bitcoin Core 31 |
| Modell | UTXO, Bitcoin Script, SegWit, kein Taproot |
| Konsens | Proof of Work SHA-256d, Merged Mining (AuxPoW) |
| Blockabstand | 10 Minuten Ziel, Difficulty per DigiShield v3 |
| Maximalmenge | 21.000.000 DOI, Halbierung alle 210.000 Blöcke |
| Besonderheit | Namensoperationen nach Namecoin plus eigenes name_doi |
| Adressen | N…, 6… und dc1q… |
Wer Bitcoin oder Namecoin kennt, findet sich sofort zurecht. RPC-Schnittstelle, Transaktionsformat und Wallet-Modell entsprechen Bitcoin Core 31. Die Unterschiede sind überschaubar und in den Artikeln unter Protokoll beschrieben.
Gestaltungsprinzipien
- Bitcoin zuerst. Doichain folgt Bitcoin Core Release für Release. Konsensänderungen bleiben auf das Nötigste beschränkt.
- Merged Mining. Doichain konkurriert nicht um Hashleistung. Bitcoin-Miner sichern Doichain-Blöcke als Nebenprodukt ihrer Arbeit, ohne zusätzlichen Energieaufwand.
- Datenschutz durch Architektur. Personenbezogene Daten gehören nie auf die Kette. Auf der Kette liegen nur Hashes, Signaturen und Verweise, die Daten selbst bleiben beim Eigentümer.
- Offen. Alle Software ist quelloffen. Jeder kann eine Node betreiben, schürfen, Anwendungen bauen oder Namen registrieren.
DOI und wDOI
Der native Coin DOI bezahlt jeden Schreibvorgang auf der Kette: Transaktionsgebühren, Namensregistrierungen und die Verankerung von Nachweisen. Seit November 2025 gibt es zusätzlich wDOI, einen ERC-20-Token auf Ethereum, der eins zu eins durch DOI in Reserve gedeckt ist. Damit lässt sich DOI in MetaMask halten und im Ethereum-Ökosystem nutzen. Mehr dazu unter wDOI.
Wer hinter Doichain steht
| Organisation | Rolle |
|---|---|
| DOI Labs AG, Schaan (Liechtenstein) | Entwicklung, Forschung, kommerzielle Integration, Herausgeberin dieses Portals |
| DOICHAINWORLD DOOEL, Skopje (Nordmazedonien) | Emittentin und Betreiberin von wDOI |
| Doichain Care Stiftung, Schaan | hält und verpfändet DOI-Reserven für die Finanzierung des Ökosystems |
| WEBanizer AG, Simbach am Inn | Erfinderin der Technik, Betreiberin von Einwilligungsanwendungen |
| Le-Space (Nico Krause) | Core-Entwicklung, Explorer und ElectrumX-Infrastruktur |
Protokolländerungen werden offen auf GitHub vorgeschlagen und diskutiert. Releases werden vom Core-Entwickler getaggt und GPG-signiert. Einen Governance-Token gibt es nicht: Konsensänderungen gelten erst, wenn Node-Betreiber und Miner sie übernehmen, genau wie bei Bitcoin.
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Quellen
- Doichain Whitepaper 2026.1
- Technische Integrationsspezifikation 2026.1
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